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CDU MediaNight: Highlights aus Angela Merkels medienpolitischer Grundsatzrede

15.5.2013, 17:45 Uhr

Einmal jährlich richtet die CDU die so genannte MediaNight, eine nach eigenen Angaben “Fachtagung” zur Medienbranche aus. Bei der am gestrigen Dienstag stattgefundenen MediaNight begrüßte Angela Merkel die geladenen Gäste mit einer Rede, aus der CDUWatch drei Highlights hervorheben möchte. Der Audiomitschnitt ist übrigens in voller Länge hier zu finden.

Angela Merkel über Internetnutzer (bei 7:05):

“Internet hin und her, ich bin trotzdem der Überzeugung, daß eine Fähigkeit zum Lesen erhalten bleiben sollte. Und nicht nur reduziert auf Abkürzel bei den verschiedensten Sorten der elektronischen Nachrichtenübermittlung. Denn es kann nicht schaden und man kann auch ein guter Internetnutzer sein, wenn man über gute Lesefähigkeiten, glaube ich, verfügt.”

Angela Merkel über die Content Allianz (bei 7:40):

“Wir haben gemerkt, als wir das Leistungsschutzrecht verabschiedet haben – mit tätiger Unterstützung und Beratung auch unserer Kollegen, die sich im Internet sehr gut auskennen, in welches Spannungsfeld man eintritt, wenn man etwas regulieren will; wenn man sagen will, Inhalte müssen auch ihren Wert behalten und dieser Wert muss sich auch materiell ausdrücken. Und wir haben jetzt viele Jahre an einer Reform des Urheberrechts gearbeitet und sind immer noch nicht ausreichend zum Ziel gekommen, aber ich will hier ganz eindeutig sagen:

Ich habe neulich auch umfangreich mit der so genannten Content Allianz, die sich jetzt glücklicherweise gebildet hat, gesprochen. Es muss garantiert sein, daß Kreativität weiter auch sozusagen den Lebensunterhalt garantiert, daß man damit etwas verdienen kann und es kann keinen Zugriff auf geistige Leistung geben, der völlig kostenlos ist, das ist glaube ich ganz, ganz eindeutig.

*Applaus im Publikum*

Es klatscht leider nicht jeder, da muss ich noch Überzeugungsarbeit leisten, aber das überlasse ich Frau Schäferkordt dann.”

Angela Merkel über Lerneffekte bei den Piraten (bei 9:00):

“Wenn man dann natürlich in die Diskussion eintritt, mit denen, die die Internetcommunity repräsentieren und mit denen darüber spricht, dann gibts ja auch interessante Lerneffekte: Ich glaube es gab eine Piratin, die ein Buch schrieb und dann doch ein Bißchen erstaunt war, daß sie dafür garnichts sozusagen verdienen sollte. Und vielleicht muss jeder erstmal selber eine kreative Leistung vollbringen, bevor er sie an den Diskussionen über die Behandlungen oder den Schutz des Urheberrechts beteiligt.”

In Anlehnung an Frau Merkels Bedenken über die Lesefähigkeiten der Internetnutzer, hofft CDUWatch, daß dieser Artikel von ausreichend vielen Menschen gelesen werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, ziehen wir in Erwägung, diesen Text vorzulesen und auf YouTube zu laden.

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