Neonazi innerhalb Hessen-CDU entdeckt
Aus einer Recherche des Hessischen Rundfunks geht hervor, daß der Schriftführer des CDU-Stadtbezirksverbands Kassel-Nord, Daniel Budzynski Mitglied der rechtsextremen und vom Verfassungsschutz observierten Organisation “Freier Widerstand Kassel” ist.
Weiter heißt es:
Bei dem Stadtbezirksverband handelt es sich um den Stadtteil, in dem im April 2006 der Internetcafébesitzer Halit Yozgat ermordet wurde – mutmaßlich von der rechtsterroristischen Gruppe “Nationalsozialistischer Untergrund”.
Seine rechtsextreme Gesinnung hat er der CDU inzwischen mitgeteilt und sein Amt als Schriftführer niedergelegt. Die CDU-Mitgliedschaft wolle der Neonazi jedoch behalten. Ob ihm das gelingt, ist fraglich. Die Hessische Ministerin für Kunst und Wissenschaft Eva Kühne-Hörmann versicherte dem Hessischen Rundfunk, daß jemand mit rechtsextremem Hintergrund in der CDU nichts verloren habe und daß sie ein Parteiausschlußverfahren gegen Budzynski einleiten werde.
Bereits im September 2010 wurde ein ähnlicher Fall von Rechtsextremisten innerhalb der CDU bekannt. Der Berliner René Stadtkewitz lud seiner Zeit den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders zu einer Veranstaltung ein. Stadtkewitz war aus der CDU zwar ausgestiegen, wurde von selbiger jedoch weiterhin in der CDU-Fraktion gehalten. Erst als die Medienberichterstattung ins Rollen kam, wurde Stadtkewitz ausgeschlossen.
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