Ergebnisoffene Gorleben-Sicherheitsanalyse
Das aktuell von Norbert Röttgen geleitete Bundesumweltministerium gab jetzt eine Sicherheitsanalyse für den Salzstock Gorleben in Auftrag. Die Gemengelage in diesem Zusammenhang ist aufgrund der beauftragten Unternehmen und derer Eigentümer aufsehenerregend bis haarsträubend.
Während in der Pressemitteilung des BMU vom 5.8.2010 von einer ergebnisoffenen, vorläufigen Sicherheitsanalyse die Rede ist, weist Michael Bauchmüller in der Süddeutschen Zeitung auf den haarsträubenden Zustand hin, dass das BMU eine Firma beauftragt, die letztlich jenen vier Energiekonzernen gehört, die nur darauf warten, Gorleben als Lager für ihren Atommüll zu nutzen.
Das Wort ergebnisoffen ist in letzter Zeit zu einem echten Running-Gag des Neusprech, einer oftmals politisch gewollten Sprachperversion geworden. Wann immer öffentlich der Anschein erweckt werden soll, es würde eine ernsthafte Beurteilung zu einer Sache durchgeführt werden, deren Ergebnis noch nicht feststeht, obwohl man das Endergebnis schon ganz genau vor der Beurteilung kennt, sprechen Politiker sehr gerne von Ergebnisoffenheit.
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