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Wolfgang Bosbach ist gegen Verschlüsselung

24.11.2010, 21:43 Uhr

Wolfgang Bosbach, der in Vergangenheit bereits dadurch auffällig wurde, falsche Behauptungen zum angeblich vorhandenen Milliardenmarkt von dokumentiertem Kindesmissbrauch zu streuen, betreibt jetzt ein weiteres Mal Werbung für das Abschaffen von digitalen Freiheiten.

Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung forderte Wolfgang Bosbach zusammen mit Hans-Peter Uhl (CSU), das Abhören von verschlüsselter Kommunikation:

Wir brauchen dringend eine sichere Rechtsgrundlage für die Strafverfolgungsbehörden, um auch verschlüsselte Kommunikation Terrorverdächtiger über das Internet überwachen zu können.

Der eigentliche Sinn und Zweck von Verschlüsselung besteht darin, die eigene Kommunikation mit seinem Gesprächspartner für Dritte unlesbar zu machen – ein Anspruch, den allein schon aus Gründen der Privatsphäre jeder Bürger völlig zu Recht erheben darf.

Wie die Herren Bosbach und Uhl es bewerkstelligen wollen, Verschlüsselungsalgorithmen so zu behandeln, daß die Regierung die verschlüsselte Kommunikation potenzieller Bösewichte entschlüsseln kann während die Verschlüsselung für unbescholtene Bürger sicher gegen vor Abhörung bleibt, wird wohl auf ewig ein Geheimnis der Herren Bosbach und Uhl bleiben.

Angesichts Wolfgang Bosbachs bisheriger Auftritte ist zu erwarten, daß er seine merkwürdigen Phantasien einfach munter weiterverbreiten wird.

Bei Hans-Peter Uhl ist davon auszugehen, daß er das sich kritischen Fragen auf dieselbe charismatische Weise entziehen wird, wie er es in Vergangenheit bereits tat.

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